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Die erste Übung - Operative Ziele

Persönliche Ziele (wünschenswerte Zustände der Zukunft mit höchstpersönlichem Bezug) lassen sich grundsätzlich in Beziehung zu der für die Zielverwirklichung bzw. der Erreichung dieses Zustands benötigten Zeit setzten. Dabei kann man zwischen folgenden Arten von zeitlichem Bezug differenzieren: a) Operative / Kurzfristige Ziele: Die Zielerreichung soll innerhalb eines Tages erfolgen b) Mittelfristige Ziele: Die Zielerreichung soll innerhalb mehrerer Wochen erfolgen c) Langfristige Ziele: Die Zielerreichung soll innerhalb eines halben Jahres oder länger erfolgen. Das Erreichen mancher langfristiger Ziele, setzt jedoch die tägliche Umsetzung von Teilzielen, in die ein mittel- oder langfristiges Ziel aufgeteilt werden kann, voraus. Ein prägnantes Beispiel ist das Nichtrauchen. Nach Aussagen vieler Nichtraucher ist unser Gehirn in der Lage das drägende Gefühl sich in regelmäßigen Abständen eine Zigarette anzünden zu wollen, nach zwei Wochen Abstinenz zu verlernen. In diesem Fall lautet das mittelfristige Ziel, sich zwei Wochen lang keine Zigarette mehr anzuzünden. Was nach dem Ablauf dieser Zeit erfolgt, definiert unser Ziel nicht. Das Nichtrauchen fällt lediglich in die genannte Zeitspanne. Dieses Vorgehen ist mit der Hoffnung verknüpft nach dem Ende von zwei Wochen keine neuen Ziele bezüglich des regelmäßigen Zigarettenkonsums formulieren zu müssen, da wir davon ausgehen, dass unser Gehirn den Drang nach der Zigarette nach dieser Zeit verlernt und wir gewohnheitsmäßige Nichtraucher geworden sind. Die Aufrechtungerhaltung des Ziels Nichtrauchen wäre in diesem Fall obsolet. Um Nichtraucher zu werden, müssten wir - unserer Logik folgend - vierzehn Mal in Folge täglich abstinent von Nikotin sein. Mit anderen Worten: Nach der vierzehnfachen, durchgängigen Verwirklichung eines operativen Ziels, haben wir ein mittelfristiges Ziel erreicht. Die Zielerreichung äußert sich in einem Zustand, den wir zuvor als erstrebenswert, jedoch als schwer realisierbar angesehen haben. Der Grund für unsere Zweifel an der erfolgreichen Realisierung vor Beginn des Prozesses der Zielerreichung, ist augenscheinlich das fehlende zeitliche Fenster für die Verwirklichung einer Absicht oder der für uns nicht fassbare zeitliche Horizont, kurzum: eine fehlende Visualisierung des erforderlichen, kurzfristigen Verhaltens, um ein schwerer fassbares, mittelfristiges Ziel zu erreichen. Wir hatten ein Wunschbild eines Zustands in der Zukunft, aber wir konnten es uns nur schwer oder gar nicht vorstellen, wie lange wir die kurzfristigen Ziele erreichen mussten, um ein höheres Ziel zu erreichen. Diesen Mangel versuchen wir nun durch eine genaues Schema zu beheben, das unser Verhalten in den nächsten zwei Wochen, vierzehn Tagen oder 336 Stunden begleiten wird. Wir sollten uns vor Augen führen, dass ein Bruch des gewünschten Verhaltens (Rauchen) während dieser Zeit, also eine Abkehr von der Kontinuität der eigenen Verhaltensweise, automatisch zu einem Neubeginn und einen gleichzeitigen Zeitverlust der bis dahin abstinent gelebten Zeit führen (vermeidbarer Rückschlag oder -fall). Übung 1: (Schwierigkeit: leicht, da bereits sehr viele Menschen diesen Zustand verwirklicht haben) Verwirklichung des mittelfristigen Ziels Nichtrauchen durch vierzehnfache Verwirklichung des operativen Ziels einen Tag nicht zu rauchen. Ich habe gestern Abend meine letzte Zigarette geraucht. Heute, 12.05.2015, 16:27 Uhr cet habe ich bisher keinen Glimmstängel angefasst und hoffe heute nach der Rückkehr aus dem Fitnessstudio ein grünes Häkchen in die untere Tabelle machen zu können. In nunmehr verbleibenden 320 Stunden werde ich euch über das Ende der Übung informieren. In Kürze werde ich in meiner zweiten Übung versuchen (!) nachhaltige Ordnung in sämtliche meiner Unterlagen zu bekommen. Bis bald!

12.5.15 16:41

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